Darmdiagnostik
Die CT-Colonographie, auch virtuelle Koloskopie genannt, ist ein neuartiges Verfahren, um den Dickdarm zu untersuchen. Dazu wird der Bauchraum mit gereinigtem und luft-gedehntem Dickdarm in 15-20s dreidimensional aufgenommen. Aus dem 3D Datensatz kann eine Dickdarmspiegelung simuliert werden (virtuelle Koloskopie). Als Screening-Verfahren wird diese Untersuchung nicht von der Krankenkasse übernommen.

An Darmkrebs erkranken jährlich rund 55.000 Menschen. Die Heilungschancen sind groß, wenn der Tumor im Anfangsstadium erkannt wird. Die gesetzlich angebotene Vorsorge, Koloskopie, wird von weniger als 5% in Anspruch genommen, da die Patienten offenbar vor Komplikationen Angst haben. In der virtuellen Koloskopie ist es möglich, ohne Koloskop nach entsprechender Darmreinigung den gesamten Dickdarm aus allen Perspektiven zu untersuchen.
Die Vorteile:
- kurze Untersuchungszeit
- auch andere Baucherkrankungen können dabei festgestellt
- auf Beruhigungsmittel und Endoskopeinführung kann verzichtet werden.
Die Nachteile:
- eine gleichzeitige Gewebeentnahme ist nicht möglich
- rein oberflächliche Veränderungen werden nicht dargestellt
- die Kosten werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen (Koloskopie dagegen ab 56 Jahre)
- Röntgenstrahlen.
Weitere Informationen im Internet unter www.darmkrebs.de
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